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Dies ist ein Projekt der
Brücke/Most
Stiftung mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und dem Deutsch-
Tschechischen- Zukunftsfonds.

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1. tschechische Filmwoche, Berlin
von: Sabrina Werner
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Termin: 25.- 30.Januar 2010
Veranstaltungsort: Kleisthaus in Berlin, Mauerstr. 53
Eintritt frei!
Programm
*Die Jahreszeit des Glücks*
Fr 29. Januar; 20:15 Uhr
Bewegend, tragikomisch und liebevoll ist die Geschichte von Monika und Toník, die erfahren, wie man durch die Liebe einen Funken Glück erhaschen kann. Beide wohnen in einer tschechischen Industriestadt am Rande eines Stahlwerks. Monikas Nachbarin Dááa hat zwei Kinder, einen verheirateten Liebhaber und eine abgelebte Wohnung, Wider willen springt Monika als Ersatzmutter ein. Toník hilft ihr, ist er doch schon seit langem heimlich in Monika verliebt. Mit allen großen Stars des tschechischen Kinos und bis in die Nebenrollen exzellent besetzt, ist Bohdansláma großes Kino gelungen.
Regie: : Bohdan Sláma
CZ, D 2005; 104 Min, FSK ab 12
*Sex in Brno*
Mi 27. Januar; 10:00 Uhr
Do 28. Januar; 18:00 Uhr
Standa und Olinka haben sich vor einem Jahr bei einer Sportveranstaltung kennen gelernt und schreiben sich seitdem fast jeden Tag. Jetzt hat Olinka Standa eingeladen, sie zu besuchen und über Nacht zu bleiben. Beide sehen dem Treffen aufgeregt entgegen, denn es wird für beide das erste Mal sein. Olinkas Freundinnen beeilen sich, die junge Frau vorzubereiten, während Standa von seinem Bruder erklärt bekommt, wie ein Kondom funktioniert. Andere Paare haben andere Probleme in dieser Nacht im tschechischen Brno.
Diese bittere Komödie, deren tschechischer Originaltitel "Langeweile in Brno" dem deutschen Verleih wohl zu unspektakulär schien, ist das Filmdebüt von Theaterregisseur Vladimír Morávek.
zHinreißende Komödie. Durch und durch liebenswert: sorgfältig ausgestattet, originell fotografiert, mit uneitlem Spiel und sanfter, sehr tschechischer Selbstironieoe urteilte anlässlich der deutschen Premiere der Tagesspiegel.
Regie: Vladimír Morávek
CZ 2003; 104 Min., FSK ab 12, OMU in Deutsch
*Der Dorflehrer*
Mi 27. Januar; 20:00 Uhr
Fr 29. Januar; 18:00 Uhr
In seinem neuesten Film erzählt Bohdan Sláma von einem jungen Lehrer, der aufs Land kommt. Er hat ein angesehenes Prager Gymnasium verlassen, um künftig in einem abgelegenen kleinen Kaff zu unterrichten. Der junge Mann ist offensichtlich auf der Suche nach Ruhe und Einsamkeit. auch wenn er den Menschen im allgemeinen aus dem Weg geht, freundet er sich langsam mit Marie an. Sie ist etwas älter als er, lebt allein mit ihrem siebzehnjährigen Sohn, bewirtschaftet so gut es geht Haus und Hof und versorgt die Tiere. Marie sehnt sich nach einem Partner und verliebt sich in den jungen Lehrer. Sie ahnt nicht, dass er wegen seines Ex-Freundes und seiner Unsicherheit über die eigene sexuelle Orientierung aus der Stadt geflüchtet ist. Als sein Ex-Freund plötzlich ins Dorf kommt, und das feingesponnene Dreiecksverhältnis zwischen Marie, dem Lehrer und dem widerspenstigen Sohn aus dem Gleichgewicht bringt, muss sich der Lehrer seinen gefühlen stellen.
Regie: Divis Marek
CZ, FR, D 2008; 117 Min., FSK ab 12
*Leergut*
Mi 27. Januar; 12:00 Uhr
Sa 30. Januar ; 20:15 Uhr
Josef hat die aufmüpfigen Kinder von heute satt und macht Schluss mit dem Lehrerdasein. Aber immer nur daheim bei seiner besseren Hälfte Trübsal blasen - das geht nicht. Schließlich träumt der rüstige Graubart noch von jungen Dingern in Strapsen. Und von einer Aufgabe.
Also sucht er einen Job - und landet nach allerlei Pleiten an der Leergutannahme eines Supermarkts. Dort fängt der Schwerenöter an, sich sachte kuppelnd für das Glück seiner Mitmenschen zu
interessieren: Erst hat er die Rentnerin von nebenan und seine schüchternen Kollegen im Visier, dann seine sitzen gelassene Tochter und schließlich sogar seine Frau, die Josefs Treiben mit dem gebotenen Argwohn verfolgt...
Mit ihrer erfolgreichen Komödie über die Schwierigkeiten des Alterns ist es Regisseur Jan Sv>rák und seinem Vater, dem Schauspieler und Drehbuchautor Zdenek Sverák, gelungen, in Tschechien auch die älteren Leute wieder ins Kino zu locken. Ein anderer großer Erfolg des Duos war der mit einem Oscar ausgezeichnete Streifen "Kolja" aus dem Jahre 1996.
Regie: Jan Sverák
CZ 2007; 103 Min
*Ich habe den englischen König bedient*
Do 28. Januar; 20:00 Uhr
Sa 30. Januar; 18:00 Uhr
Jan Díte wird aus dem Gefängnis entlassen. seine ersten Schritte in die Freiheit tut der ergraute Mann nur zögerlich, so als wollte er diesen trostlosen Ort gar nicht verlassen. Fünfzehn Jahre hatte er im Gefängnis verbracht " weil er Millionär war und diese bei den tschechischen Kommunisten nicht gut angeschrieben waren. Jede seiner Millionen musste Jan Dít> mit einem Jahr im Gefängnis bezahlen "
dabei hatte er doch nur fürs Geld gelebt. Vor dem Gefängnistor stehend erinnert er sich, wie alles begonnen hatte, als er Würstchen verkaufte und seine Kunden um das Wechselgeld betrog. wie er in einem Prager Nobelhotel den Kaiser von Abessinien bediente und einen kaiserlichen Orden erhielt. wie er die blonde Lisa, eine Sudetendeutsche, kennen lernte und sie trotz der Verachtung seiner Kollegen heiratete, wie er sich in deutsche Dienste stellte und nach dem Krieg endlich reich wurde. Als literarische Vorlage für seinen Film diente dem Oscar-Preisträger JiÙí Menzel Bohumil Hrabals großartiger Roman zIch habe den englischen König bedientoe. Die Heschichte von dem kleinen Kellner Jan Dít>, der es unabhängig vom gerade herrschenden politischen System versteht, sich seine persönlichen Vorteile zu sichern, kann als eine Parabel auf den tschechischen Jedermann verstanden werden. JiÙí Menzel inszenierte sie sehr liebenswürdig, mit visueller Sorgfalt und in opulenten Bildern.
Regie: Jirí Menzel
CZ, SK 2006; 120 Min., FSK ab 12
Tschechische Märchenfilme im Kleisthaus
Die Prinzessin und der fliegende Schuster
Mo 25. Januar; 10:00 Uhr
Sa 30. Januar; 16:00 Uhr
Die Sonne hat verschlafen. warum nur? - Weil die Hexe der Finsternis den goldenen Weckhahn gestohlen hat! Frau Sonne und Hexe Finsternis erscheinen vor dem König, er soll schlichten. Dank seiner aufgeweckten Tochter trifft er die richtige Entscheidung: Der Hahn muss zurückgegeben werden. Die Hexe schwört Rache: Keinen anderen als einen schmutzigen Schuster soll Prinzessin Jasnenka zum Mann bekommen! Daraufhin schließt der König seine Tochter in einen hohen Turm, damit sich der Fluch niemals bewahrheiten kann. Dieser wird jedoch schnell zur Legende und spricht sich herum. Der findige Schuster Jira erfliegt sich tatsächlich einen Weg zu der Prinzessin.
Wie kann das sein? Die Hexe der Finsternis und ihre hämische Tochter stecken natürlich dahinter. Doch womit sie nicht gerechnet haben:
Jira und Jasn>nka lieben sich. Entsetzt sinnen die bösen Weiber auf Mittel und Wege, wie sie das junge Glück zerstören können.
Regie: Zdenek Troska
CZ 1986; 86 Min., FSK ab 6
Wie Honza beinahe König geworden wäre
Di 26. Januar; 10:00 Uhr
Es ist genug: Honza soll in die Welt hinausgehen, mahnt die Mutter, und was vom Leben lernen. Denn dort, hinterm Ofen, wird er zu keinerlei Erkenntnis gelangen. Einen Rat gibt sie ihm auf den Weg:
gute Taten werden mit ebensolchen belohnt! Etwas widerwillig, doch unbeschwert beginnt Honza seine Reise und hilft mit List und Menschlichkeit dort, wo Hilfe nötig ist. In einem Dorf trifft er die schöne Magd Maruáka und verdingt sich ihr zuliebe bei einem böswilligen Bauern, der ihn jeden Tag vor neue Herausforderungen stellt. Derweil verspricht der König demjenigen seine Tochter zur Frau und das halbe Königreich dazu, dem es gelingt, ihr nach zehn Jahren des Schweigens ein Wort zu entlocken. Honza meint, er könne es schaffen. Aber wird sich die Prinzessin seiner wert erweisen?
Regie: Borivoj Zeman
CZ 1976; 84 Min., FSK ab 0
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Fr 29. Januar; 10:00 Uhr
Aschenbrödel lebt zusammen mit ihrer Stiefmutter und deren Tochter Dora auf dem Gut ihres verstorbenen Vaters. Beide behandeln sie jedoch wie eine Dienstmagd und so muss sie die niederen und schmutzigen Arbeiten im Hause verrichten. Trotz der schweren Last ist Aschenbrödel stets freundlich zu den Angestellten und liebt die Tiere über alles. Eines schönen Tages begegnet sie nun im Wald dem jungen und übermütigen Prinzen, der ihr gefällt. Inzwischen hat der Kutscher Vinzek von seiner Fahrt drei Haselnüsse als Geschenk für Aschenbrödel mitgebracht, welche Zauber vollbringen können und sich, sobald sie zu Boden fallen, in kostbare Kleider verwandeln. Dies Nüsse nutzt Aschenbrödel, um dem Prinzen nahe zu kommen und das romantische Märchen nimmt seinen Lauf.
Regie: Václav Vorlícek
CZ 1974; 86 Min., FSK ab 0
Anmeldung für die einzelnen Termine erbeten bei:
Sabrina Werner sabrina.werner@bmas.bund.de
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